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In unserer hektischen, konsumorientierten Welt sind immer mehr Menschen auf der Suche nach einem Leben mit mehr Sinn und Tiefe. Die Rückbesinnung auf die Natur und den Jahreskreis ist ein Weg, wieder mehr Verbundenheit zu unserer Mutter Erde oder Pacha Mama, wie die Schamanen sagen, zu erfahren. Und damit können wir die Verbundenheit zu uns selbst stärken, denn wir sind ein Teil dieser Erde, wir sind Natur.

Die Jahreskreisfeste und ihre tieferen Bedeutungen geben uns einen wichtigen Rahmen und Halt für das Leben. Neben den christlichen Festen, die wir im Erdinger Land feiern, interessieren sich immer mehr Menschen für die Ursprünge dieser Feste in der keltischen Kultur. In diesen Festen sind noch die alten Bedeutungen verborgen, die uns zu mehr Innenschau, Reflektion, Stille usw. anregen. Dort ist der tiefere Sinn zu finden, nach dem so viele Menschen suchen …

Die wichtigsten Jahreskreisfeste:

  • Wintersonnwende, 21.12. (Weihnachten, Silvester): Der kürzeste Tag und die längste Nacht des Jahres. Von nun an werden die Tage wieder länger und die Nächte kürzer. Das Lichtkind wird geboren und ein neuer Jahreszyklus beginnt. Nach der Phase der Dunkelheit kehrt das (Christus-)Licht wieder zurück. Die Raunächte beginnen.
  • Raunächte, 21.12.–6.1.: Eine magisch-mystische Zeit, die uns dabei unterstützt, das alte Jahr bewusst abzuschließen sowie geklärt und gestärkt in das neue Jahr zu starten.
  • Imbolc, 1.2. (Lichtmess): Die Frühlingsgöttin erwacht, das neue Licht bekommt immer mehr Kraft. Es ist eine Zeit der Inspiration, in der wir gut neue Ideen und Visionen empfangen können.
  • Frühlings-Tagundnachtgleiche, 21.3. (Frühlingsanfang): An diesem Tag sind Tag und Nacht genau gleich lang, die hellen Stunden sind in Balance mit den dunklen Stunden. Es ist auch der Beginn des Frühlings. Erste Wildkräuter können jetzt geerntet werden und manche Pflanzen sollten angesät beziehungsweise ins Freie gepflanzt werden. Im poersönlichen Bereich ist es eine Zeit der Reinigung und des Austragens neuer “Kinder” (Projekte und Vorhaben aller Art).
  • Beltane, 30.4./1.5. (Maifeiertag): Beltane, die Walpurgisnacht und der 1. Mai sind Feste der Fruchtbarkeit und Liebe.
  • Sommersonnwende, 21.6.: Der längste Tag des Jahres. Von nun an werden die Tage wieder kürzer und die Nächte länger. Die Früchte, die im Herbst geerntet werden können, reifen nun heran.
  • Lugnasad, 1.8. (Erntedank): Das Ernte-Dank-Fest lädt uns dazu ein, unsere Ernte einzubringen und allen Beteiligten zu danken, die diese Ernte ermöglicht haben. Es ermuntert auch zur Reflektion: Was habe ich gesät und was ernte ich? Nähren mich meine erhaltenen Früchte wirklich oder sollte ich künftig lieber etwas anderes anbauen?
  • Herbst-Tagundnachtgleiche, 22./23.9. (Herbstbeginn): Tag und Nacht sind an diesem Tag wieder im Ausgleich. Wir können uns mit dem Thema “Balance” beschäftigen. Es ist Erntezeit und die Natur zieht sich jetzt allmählich wieder zurück.
  • Samhain, 1.11. (Halloween, Allerheiligen): Beginn des Winters und der dunklen Jahreszeit. Die Kelten feierten mit dem Winterbeginn auch den Jahreswechsel, daher war Samhain für sie zugleich der Jahresbeginn. Außerdem ist um Samhain, Allerheiligen und Allerseelen ein Zeitfenster, das den Kontakt mit unseren Ahnen und den Geistern von Verstorbenen erleichtert. Aus Amerika schwappte vor ein paar Jahren das Halloween-Fest herüber, das uns daran erinnert, uns auch den eigenen dunklen Seiten zu stellen, die jeder Mensch hat und in sich integrieren und balancieren muss, damit sie uns nicht als Schattenenergien schaden.

Weitere Infos zum Jahreskreis und den einzelnen Festen folgen …

Herzlich
Karin Myria Pickl

(kmp, 14.01.2016)